2020 – Einmal durch das Baltikum

4.200 km – Litauen, Lettland & Estland.

  • Eine Reise durch drei selbstständige Staaten an der Ostsee mit jeweils eigener Sprache, Kultur und Geschichte. Uns haben die quirligen Hauptstädte gefallen und auch die vielen alten Schlösser, Burgen und Gutshöfe, die barocken Kirchen und historischen Provinzstädtchen, die langen leeren Straßen, die vielfältige Ostseeküste und herrliche See- und Flusslandschaften.

Reisezeit 1. bis 14. August 2020

  • Start und Ziel der Tour:
    • Zblewo/ Polen, Hotel „Dworek Tucholski“
  • Unsere Stationen:
    • Polen/ Gierloz. Wilczy Szaniec=Wolfschanze
    • Litauen/ Trakai. Mittelalterl. Inselburg, einzige Wasserburg in Europa
    • Litauen/ Vilnius. Hauptstadt
    • Litauen/ Purnuskes. Der geografische Mittelpunkt Europas
    • Lettland/ Daugavpils, Kraslava, Rezeknes, Alüksne
    • Estland/ Vöru, Tartu, Peipussee, Narva – nordöstl. Ort der EU, Lahema Nationalpark, Vergi Küla am finnischen Meerbusen, Harjumaa – Jägala Wasserfall, Tallinn – Hauptstadt
    • Estland/ Insel-Hopping: Hiimuaa, Saaremaa, Muhu
    • Estland/ Pärnu – traumhafte Strände
    • Lettland/ Riga. Hauptstadt
    • Lettland/ Kap Kolka, Ventpils, Kuldigas – Backsteinbrücke und Wasserfall Ventas Rumba, Liepaja
    • Litauen/ Klaipeda, Palanga, Siauliai – Berg der Kreuze, Kaunas
    • Polen/ Malbork, Zblewo

Unsere Highlights:

  • Wolfsschanze, Nazi-Bunkeranlage, Führerhauptquartier von Hitler.
  • Berg der Kreuze/ Kryziu kalnas. Ein weltweit einzigartiges Meer von Kreuzen. Wallfahrtsort als Symbol des Leidens und Gedenkens, aber auch der Liebe und Hoffnung. Sehr beeindruckend.
  • Narva, nordöstlichste Außengrenze der EU, Blick nach Russland.
  • Jägala-Wasserfall, 7 bis 8 m hoch und 15 m breit.
  • Wasserfall Ventas Rumba, mit 249 m der breiteste Europas, 2 m hoch
  • Steilküste Panga, ca. 20 m hoch, 2,5 km lang
  • Angla-Windmühlen, Wahrzeichen der Insel Saaremaa
  • natürlich alle drei Hauptstäde – Vilnius, Tallinn, Riga.
  • Übernachtung in Pärnu bei Aleksandri – Top Biker-Unterkunft.
  • private Unterkunft bei russischer Familie in Litauen.

Unser Fazit:

  • Keine Berge.
  • Endlos lange gerade Straßen, meist gut asphaltiert. Seitenstraßen sind oft Schotterpisten.
  • Viel Grün. Viele Wiesen, Felder, Wälder. Immer mal kleine Dörfer, vereinzelte Häuser. Viele Blumen, sehr gepflegte Gärten, alles sehr ordentlich.
  • Die drei Hauptstädte – sehenswert & lebendig, besonders die Altstädte.
  • Alle Unterkünfte waren top!
  • Die Menschen sind eher zurückhaltend freundlich.
  • Im Baltikum gibt es viel zu sehen, eine Reise lohnt sich auf jeden Fall.
  • Überall gab es tolle Fotomotive und viel zu entdecken.
Unsere Tour mit Blick auf Europa.

2016 – Lwiw in der Ukraine

Reisezeit: 30.07. bis 06.08.2016

Vorwort:

In unserer „Brumme“ war alles gut verpackt: die Bikes, das Gepäck, unsere Tochter mit Hund und wir. Nachdem wir Lilli und Spencer nach 250 km in Beeskow im Hunde-Sommer-Camp ausgeladen haben, ging es für uns mit den Bikes hinten drin noch 260 km weiter bis nach Borek Wielkoplski in ein Motel. Hier durften wir unser Auto für eine Woche bewacht stehen lassen.

Unsere Route:

  1. Tag: von Borek über Ostrow nach Zajazd (250 km)
  2. Tag: von Zajazd nach Zamocz „Perle der Renaissance“ (327 km)
  3. Tag: von Zamocz nach Hrebenne an die Grenze zur Ukraine, weiter über Rawa-Ruska zum Schloss Olesko im Busk Bezirk bis zu unserem Tourziel, der westukrainischen Metropole Lwiw/Lemberg (317 km)
  4. Tag: von Lviv über Drohobytsch zurück zur Grenze Ukraine-Polen und weiter bis nach Bircza (241 km)
  5. Tag: von Bircza nach Krakau, zweitgrößte Stadt in Polen, Besuch des berühmten Wawel, der Emaillefabrik von Oskar Schindler, weiter nach Oswiecim/Auschwitz und Katowice (391 km)
  6. Tag: von Katowice nach Wroclaw/Breslau, Stop am Renaissance-Schloss Olesnica, weiter bis Borek Wielkoplski (356 km)

Unterkünfte:

  • in Borek Wielkoplski/Polen: Motel „Impresja“, 150 Zloty DZ/F (einfach, sauber, Essen sehr gut)
  • in Zajasd/Polen: Waldhotel „Lesne Zacisze“, 120 Zloty p.P. (einfach, sauber, leckeres Essen)
  • in Zamosc/Polen: Hotel „Renesans“, 179 Zloty (zwei Zimmer, einfach, sauber, super leckeres *Frühstücks-Buffet)
  • in Lwiw/Ukraine: Hotel „Rius“, 56 € pro Nacht inkl. Tiefgarage, ohne Frühstück (schönes Hotel mit Balkonblick über die Altstadt)
  • in Bircza/Polen: Hotel „I Karczma Forest“, 120 Zloty DZ/F (tolles Hotel mit super Restaurant)
  • in Katowice/Polen: Hotel „Diamant“, 340 Zloty DZ/F (kleines Zimmer, sauber, sehr gutes Frühstücks-Buffet)
  • nochmal in Borek Wielkoplski/Polen: Motel „Impresja“ 150 Zloty DZ/F (einfach, sauber, Essen sehr gut)

Kosten:

  • angemessen bzw. halten sich in Grenzen

Herausforderungen:

  • in Polen wird in den ländlichen Gebieten kaum englisch gesprochen und es gibt auch nur polnische Speisekarten (also viel Glück beim bestellen!)
  • in der Ukraine sind teilweise sehr schlechte Straßen mit tiefen Löchern und hohen Auswulstungen, sehr anstrengend zu fahren!
  • Achtung: plötzlich wilde Hunde auf der Straße

Fazit:

  • Polen ist ein gutes Reiseland
  • für die Grenze zur Ukraine muss man mit seinen Papieren gut vorbereitet sein, aber es ging schneller und einfacher voran als wir erwartet hatten
  • wir hatten definitiv zu wenig Zeit für die Ukraine
  • Lwiw ist lebendig und einladend, die tolle Altstadt ist als UNESCO-Weltkulturerbe ausgewiesen, wird auch „Wien des Ostens“ genannt

2017 – Unterwegs in Rumänien

Reisezeit: 04. bis 11. Juni 2017

Route in Rumänien:

  • 1. Tag: Start in Dumbravita, Deva, Blaj (355 km)
  • 2. Tag: Felsschlucht Bicas-Klamm, Sighesoara/Schäßberg (382 km)
  • 3. Tag: Brasov, Bran in Transilvanien, Curtea De Arges (274 km)
  • 4. Tag: Passstraße Transfagarsan, Sibiu/ Hermannstadt im westlichen Siebenbürgen (161 km)
  • 5. Tag: Sebes, Transalpina mit herrlichen Karpaten-Panoramen, Gori (243 km)
  • 6. Tag: entlang an der Donau, Baile Herculane/Herkulesbad, Adina, Resita (Gebiet Banat), Garana, Timisoara, Dumbravita ( 442 km)

Unterkünfte:

  • in Dumbravita: Pension „Jiulia“, (32,- € DZ/F, einfach, sauber, Frühstück übersichtlich)
  • in Blaj: Pension „Casa Tirol“, (40,- € DZ/F sehr schöne Pension, liebevoll angerichtetes und ausgiebiges Frühstück im Wohnzimmer der Gastfamilie)
  • in Sighesoara: Pension „Savri“, (67,50 € DZ/F, wunderschön, toller Innenhof romantisch dekoriert, überwältigendes Frühstück mit allem, was man sich vorstellen kann!
  • in Curtea de Arges: Pension „Ruxi“(32,- € DZ/F, sehr gastfreundliche Vermieterin, sehr köstliches Frühstück im elterlichen Wohnzimmer mit Schnitzel und Spiegelei, würziger Schafskäse, Gemüse und Pflaumenmus
  • in Sibiu: Pension „Chic“ (55,-€ DZ, klein aber fein)
  • Außer in Blaj standen unsere Motorräder in allen Pensionen sicher hinter verschlossenen Toren :o)

Kosten:

  • halten sich in Grenzen :o)

Herausforderungen:

  • in den ländlichen Gegenden spricht kaum jemand Englisch
  • es gibt bessere und schlechtere Straßen 
  • im Juni liegt auf den Bergen noch Schnee ;o)

Fazit:

  • Wir empfehlen diese Tour bzw. Rumänien auf jeden Fall!
  • Tolles Land, beeindruckende Landschaften, große Gastfreundschaft
  • Es gibt Modernes & Altes und Armes & Prunkvolles
  • Überall gute Internetverbindung 
  • Wir haben uns wohl und sicher gefühlt.
  1. Tag on Tour

Unser Ziel sollte eigentlich die großartige Eishöhle Scarisoara sein. Aber die angebliche Kreisstraße bestand nur aus Löchern und Schotter, war dann plötzlich ganz weg und wir mussten die ganze lange Strecke wieder zurückfahren. Und der Zeitplan war dahin…

2. Tag on Tour

Unsere Fahrt ging bei Regenwetter durch eine ca. 10 km lange Schlucht mit hohen und engen Felsen. Der Bicas-Klamm ist wirklich schwer beeindruckend und sehr zu empfehlen!

Bei Sonnenschein ging es dann weiter Richtung Übernachtungsziel Sighesoara/Schäßburg. Und plötzlich steht mitten in der einödigen Pampa ein „ungarischer“ Imbisswagen mit Sitzgelegenheit und verkauft leckere Langos.

3. Tag on Tour

Wir sind schön gefahren, viele Kurvenstrecken, viele grüne Berge und Täler, malerische Dörfer, moderne und alte Häuser, immer wieder Pferdekutschen, Kühe, Schafe … Nach einem Stop in Brasov ging es weiter nach Bran zum Schloß von Dracula. Voll die Touristenhochburg, aber wenn wir schon mal in Transilvanien waren, wollten wir uns das total verwinkelte Schloss auch anschauen.

4. Tag on Tour

Nachdem wir in Curtea De Arges gut übernachtet und uns nur ein paar km weiter noch die Fürstenkirche angeschaut haben, ging es weiter zur schönsten Passstraße der Welt, der Transfagarasan. Erst leichter Anstieg, viele Kurvenstrecken, dann kam der große See, der im Dunst grün aussah. Tief hängende Wolken, viel Wasser überall – von oben der Regen, von der Seite die sprudelnden Wasserfälle, starke Rinnsale auf der Straße – und trotzdem irgendwie herrlich. Dann wurden die Berge karger, keine Bäume mehr, die Kurven enger, der Anstieg steiler, die Temperatur sank auf 3 °C und es kam der Schnee am Straßenrand. Abenteuer pur. Irgendwann waren wir auf 2076m Höhe. Und juchhuu! Das Tor wurde gerade vom Schnee freigebaggert und geöffnet! Wir durften dieses Jahr als die allerersten durch den 887m langen Balea-Tunnel fahren. So eine Freude!!

5. Tag on Tour

Nach einem Stadtrundgang durch Sibiu sind wir mittags zur höchsten Bergstraße Rumäniens gestartet – zur 140 km langen Transalpina. Am Anfang schlängelt sich die Straße durch die vielen Bergdörfer, teilweise sehr enge Straßen und niedliche Häuschen, teilweise wird es breiter und es wird viel, viel gebaut überall. Weite Karpaten-Panoramen, scharfe Kurven, beachtliche Steigungen. Die Straße verläuft bis in die Walachei bei Novaci. Offiziell geöffnet ist die Stecke vom ca. 15. Juni bis 01. November. Aber wir hatten wieder Glück :o) Auf dem vermutlich höchsten Punkt war nicht allzu viel los, es gab ein paar Souvenir-Shops und Büdchen. In liegestuhlartigen Sitzgelegenheiten haben wir kurz gechillt, die herrliche Aussicht bestaunt und uns nochmal über die schöne Strecke gefreut.

Wieder unterwegs in Richtung Gorj war der Berg plötzlich mitten in einer Wolke und wir waren sogar über den Wolken… herrlich! Auf ca. 2.300 m Höhe Glücksgefühle ohne Ende!!

6. Tag on Tour

Unsere letzte Tagestour begann mit einem Stop im ältesten Kloster Rumäniens in Tismana. Sehr groß, gut erhalten und gepflegt. Wir kamen gerade zu einer Zeremonie mit Gesang und Gebeten. Ganz in Schwarz verhüllte sehr alte, aber auch ganz junge Nonnen beteten unentwegt und küssten alles und jede Ecke in den Räumen, bekreuzigten sich immer und immer wieder. Sehr gewöhnungsbedürftig für uns. Danach führte uns die Strecke entlang der Donau, ganz nah an der Grenze zu Serbien, durch tolle Städtchen wie z.B. Baile Herculane (Herkulesbad). Vor grandioser Bergkulisse findet man prächtige Villen, Pavillons – herrliche alte Bausubstanz, die aber leider so langsam verfällt. Über Adina und Resicza entlang der Banater Berge haben wir in Resicza eine Freiluft-Lokomotiven-Ausstellung mit 16 historischen Loks plus Museum entdeckt.

Nach 1.583 km Rundreise durch das wirklich sehenswerte und gastfreundliche Rumänien endet unsere erlebnisreiche Tour wieder in Timisoara/Dumbravita.